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Literaturforum Österreich :: Thema anzeigen - Teufel, Satan und Teufelchen (3)
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Teufel, Satan und Teufelchen (3)


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taff
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Anmeldedatum: 10.09.2009
Beiträge: 412
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BeitragVerfasst am: 09.03.2010, 18:53    Titel: Teufel, Satan und Teufelchen (3) Antworten mit Zitat

"Teufelchen, komm mal! Dein Vater hat mir einen ganz blöden Auftrag erteilt. - Basisarbeit in der Schule. Ich benötige Deine Unterstützung als Schüler. Du darfst sogar meinen Monolog mit Zwischenrufen unterbrechen und dabei noch etwas lernen!"

"Nur weil Du es bist, Onkel Satan. Sonst Schule? Schlangenbrut und Feuersalat!, Brre! Aber mit Dir bringt es vielleicht Spaß. Ich verkleide mich schnell".
----------
"Liebe Schüler, ich vertrete heute den Kollegen Maus. Die Anordnung kam leider kurzfristig, deshalb konnte ich mich nicht ausreichend vorbereiten und muss nun ins kalte Wasser springen!"

"Ins heiße Feuer!"

"Wer war das?"

"Ich!"

"Wie ist Dein Name?"

"Äh, äh, Luc. Luc Kleinteufel!"

"Passender Name, Kleinteufel. Gut. Ich habe mich auch noch nicht vorgestellt: Mein Name ist Luigi Satani, von Geburt Italiener. Ich bin im, äh, am Vesuv geboren, dann Gastarbeiter, Stahlkocher bei Krupp und anschließend Pizzabäcker. Feuerpizza war meine Spezialität. Dann lockte mich die pädagogische Arbeit und ich holte das Studium nach. Aber nun zum Unterricht. Da hinten bitte, das Kiffen einstellen! Danke! Das heutige Thema zum Aufwärmen: <Deutsche Politik der vergangenen fünfundzwanzig Jahre>"

"Wie öde!"

"Öde war die Politik beileibe nicht. beginnen wir mit Kohl. Nicht der Essbare! Biologie gibt Frau Wedel. Kohl, der die deutsche Einheit vergenusswur..., äh, verfügt, äh betrieben, nein, nicht betrieben, nein gar nicht, sondern dem sie praktisch vor die Füße fiel. Der sie am Schopf packte, annahm, als sei sie die eigene Tochter und sie so als eigenes Werk der Welt präsentierte. Prompt erklärte man ihn zum Einheitskanzler. Na, die Dreckarbeiten hatten zuvor Bahr, Brandt, Wehner und Consorten erledigt."

"Stimmt. Die sind doch auf ihren Osttouren jedem Ossipromi in den Po gekrochen, wurden zum Dank abgehört, ausspioniert und Brandt durfte gehen wollen.

"Keine Frechheiten, Kleinteufel. Ich verwarne Dich! Weiter zum Thema. Es stimmt, sie waren ein wenig naiv, die Sozis. Statt erfüllten Visionen gab es Demissionen. Danach war Kohl massig-massiv sechzehn Jahre unser schwerster Bundeskanzler. Den Ostdeutschen versprach er blühende Landschaften und den Aufwand dafür wollte er aus Daimlers Portokasse zahlen. Jetzt wird immer noch gezahlt. Ratet mal von wem?
Bald merkten die Ossis, was für sie Demokratie bedeutet. Sie bekamen Ex- und Hopp-Waren und die Wessi-Chefs übten an ihren Jobs Hopp und Ex aus.
Ja, Kohl. Karikaturisten zeichneten ihn als Birne. Keiner dachte dabei an eine Leuchte. Undenkbar! Auch nicht an Obst. Nein, nur der äußeren Form halber.
In Israel glorifizierte er seine späte Geburt und wusch seine Hände in purer Unschuld. Na, dafür musste er eine Art Gang nach Canossa antreten, mit entsprechenden Ergebnissen. Viele seiner politischen Freunde stieß er vor den Kopf oder verstieß sie sogar völlig. Nur den Blüm, den jetzigen Fernsehfuzzi ließ er als Hofnarr im Amt.
Probleme saß Kohl aus. Seine quietschenden Sessel können heute noch ein Lied davon singen. Nur die Schwarzgeldaffaire, die konnte er nicht aussitzen. Da war wohl der Teufel, ähä, im Spiel. Schuld gab er seiner langjährig vertrauten Sekretärin. Wie kann man nur sowas unter den Tisch fallen lassen. Hat die nie gefegt? Sie war Kohls erstes Bauernopfer.
Das zweite Opfer war ein adeliger Läufer. Schließlich wurde der schwäbische Springer geopfert, den man seit einiger Zeit sowieso nur noch schieben konnte. Es half ihm nicht. Die schwarze Dame setzte ihn aus östlicher Richtung schließlich Schach-matt."
"Pausenklingel!"
"Habe ich gehört, Kleinteufel. Dann bis zur nächsten Stunde, puhhh!"
_________________
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