Startseite    Forum    Links    Galerien    Statistik    Impressum

Literaturforum Österreich :: Thema anzeigen - Crystals - Tipps bitte ;)
Literaturforum Österreich Foren-Übersicht Literaturforum Österreich
Das Forum für Autoren und Leser
 
 FAQFAQ   SuchenSuchen   MitgliederlisteMitgliederliste   BenutzergruppenBenutzergruppen   RegistrierenRegistrieren 
 ProfilProfil   Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen   LoginLogin 

Crystals - Tipps bitte ;)


Topic speichern  
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Literaturforum Österreich Foren-Übersicht -> Fantasy-Romane
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
Luxaquina
Wort
Wort


Anmeldedatum: 06.04.2014
Beiträge: 24
Wohnort: Burgenland

 Beitrag speichern
BeitragVerfasst am: 05.05.2014, 13:21    Titel: Crystals - Tipps bitte ;) Antworten mit Zitat

Hallo!

Ich habe vor kurzem mein eigenes Buch geschrieben und dieses mal probehalber an einen Verlag geschickt. Als Antwort bekam ich, dass das Buch für sie nicht in Frage kommt und ich nochmal ordentlich über den Text drüberarbeiten soll.

Tja es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und ich hoffe ihr könnt mir ein paar Tipps geben.

Das Buch fällt ins Fantasygenre und erzählt kurz Zusammengefasst eine Geschichte über eine ausziehende Heldentruppe welche die Welt rettet. (Ich weiß, es ist nicht der neueste Grundstoff - die Story schwebt jedoch schon seit Jahren in meinem Kopf herum und ich muss das irgendwie abschließen um meinen Frieden damit zu finden ^^)

Ich hätte hier die zwei ersten (nochmal überarbeiteten) Kurzkapitel des Buches und hoffe ihr könnt mir Tipps dazu geben. Und mir verraten ob es schon mal Lust zum Weiterlesen macht, und wie ihr meinen Schreibstil findet:

Der Traum vom Tod
Die Strahlen der Sonne brachen sich an den Wellen der Wasseroberfläche.
Doch wie als kannten sie ihren Weg, erreichen sie dennoch mein Gesicht.
Sanft kitzeln sie meine Nase – ein angenehmer Kontrast zum Stechen des
kühlen, salzigen Nass.

Das Pochen meines Herzens ist kaum noch wahrzunehmen. Ich kann es
fühlen: Der Tod greift mit seinen eisigen Fingern nach mir.

Komm! Beende dieses Leben! Es gibt nichts, dass mich auf dieser Welt noch
halten könnte. Du hast mir doch schon alles genommen an dem mein Herz
einst so hing. Nimm mich hinfort! Auf dass der Tod mich mit meinem
Lieben vereinen möge!

Schwer drückt die Last des Wassers auf meinen Brustkorb. Doch ich habe
keine Angst. Ich fühle keinen Schmerz. Stoßartig strömt die letzte Luft aus
meinen Körper und meine Lungen füllen sich mit dem Erlösung bringendem
Nass.

Nun trübt sich mein Blick, meine Glieder verwehren mir den Gehorsam. Die
Strahlen der Sonne verblassen und ich schließe die Augen.


Unsanftes Erwachen
Als hätte sie jemand mit einem Kübel Wasser übergossen fuhr Luscinia aus
dem Schlaf. Sie seufzte: Es war nur ein Traum. Vogelzwitschern drang vom
Garten her in ihre Kammer. Die Sonne stand schon hoch am Zenit.

Schließlich sprang Luscinia aus ihrem Bett und strauchelte, da sie fast am
Boden ausgerutscht wäre. Ihr Haar klebte an ihrem Körper und hinderte sie
daran sich ordentlich zu strecken. Luscinia leckte sich über die Lippen: Schweiß.

Ein angewidertes Schnauben entfuhr ihr. Regelmäßig wurde sie von solchen
Träumen heimgesucht. Mal sprang sie von einer Klippe, einmal erfror sie im
ewigen Eis. Aber am häufigsten ertrank sie im Meer.

Sie verdrängte die Gedanken an die seltsamen Träume und beschloss den
allmorgendlichen Schweiß abzuwaschen. Sanft prickelte das kühle Nass auf
ihrer Haut. Es bildete kleine Rinnsale über ihren Rücken und ihrer Brust.
Plötzlich strauchelte Luscinia. Ihre Hände verkrampften sich um die
Duschkopfhalterung und ihre Sicht verschwamm. Vor ihrem geistigen Auge
blitzen blaue Augen auf: „ Ich beschütze dich.“

Diese drei Worte hallten in ihrem Kopf wie als hätte man sie in eine
Felsschlucht gerufen. Das war Luscinia neu. Doch auch dieses Bild
schüttelte Luscinia ab als sie sich mit dem Handtuch trocken rieb.

In ihrer Kammer befand sich ein Spiegel. Sanft ließ Luscinia ihre Finger
über die kunstvollen Schnitzereien aus Holz gleiten. Es war ein guter
Spiegel.

Dennoch gefiel Luscinia nicht wirklich, was sie darin jeden morgen erblickte.
Ganz verstanden hatte sie dieses unangenehme Gefühl nie. Betrachtete sie
sich nüchtern, so konnte sie an sich nichts Ungewöhnliches feststellen.

Schließlich begann Luscinia sich ihre Kleider überzustreifen und ihre Haare
zu bändigen. Irgendwann, als sie mit ihrem Aussehen einigermaßen
zufrieden war, verließ sie ihre Kammer um ihre morgendliche Runde über
die Insel zu drehen.


Das Buch ist abwechselnd in diesen zwei Erzählperspektiven geschrieben.
Ich bedanke mich schon mal für eure Antworten!

lg
Sabrina
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Luxaquina
Wort
Wort


Anmeldedatum: 06.04.2014
Beiträge: 24
Wohnort: Burgenland

 Beitrag speichern
BeitragVerfasst am: 16.05.2014, 14:25    Titel: 3. Kurzkapitel des Prologs Antworten mit Zitat

Stella – Schützling der Königin

„ Lady Specula, seid Ihr fertig? Euer Bruder wartet
bestimmt schon auf euch.“

„ Ja ich komme gleich!“

Stellas Stimme hallte durch das Zimmer. Dann war es für einen Moment
wieder still. Doch schon ertönte die Stimme ihrer Zofe wieder von Jenseits
der Tür: „ Braucht Ihr etwas? Kann ich Euch behilflich sein?“

„ Nein ich komme zurecht! Einen Moment noch!“

Einen letzten Blick schenkte Stella ihrem Spiegelbild. Sie seufzte und erhob
sich dann von ihrem Stuhl. Als sie die Tür öffnete wurde sie von ihrer Zofe
Ana argwöhnisch begutachtet. Schlagartig weiteten sich Anas Augen und
sie schob Stella vor sich zurück ins Zimmer.

„ Lady Specula, was macht Ihr denn nur? Kommt ich mach das weg.“, Ana
griff auf ein Tuch, welches auf einer Kommode lag und begann in Stellas
Gesicht herum zu wischen. Stella war wie erstarrt, doch nach einigen
vorbeistreichenden Sekunden konnte sie sich durchringen etwas zu
sagen: „ Nicht doch Ana, hört bitte auf.“

Ihre Zofe ließ von ihr ab und legte das Tuch aus der Hand. Vorsichtig fasste
sie Stella an den Schultern: „ Lady Specula, warum habt Ihr das gemacht?“

Ein Kloß machte sich in Stellas Hals bemerkbar. Sie senkte den Blick um
Ana nicht in die Augen sehen zu müssen. Ana verstand sofort, nahm Stella
an der Hand und geleitete sie zu ihren Stuhl. Dann griff Ana wieder auf das
Tuch und begann erneut in Stellas Gesicht zu rubbeln. „ Lady Specula, das
hat doch keinen Sinn, die Leute wissen doch wie Ihr ausseht.“

Stellas Hals verlor an Spannung und ihre Schultern sackten herab. „ Aber
Lady Specula, das ist doch kein Grund traurig zu sein. Stattdessen, solltet
Ihr lieber stolz sein.“

„ Stolz?“, ihre Stimme wurde vom Kloß verzerrt.

„ Ja. Ihr seid etwas Besonderes. Das solltet Ihr auch zeigen.“, endlich ließ
Ana wieder von ihr ab.

„ In Ordnung.“, in Stellas Stimme lag wenig Überzeugung. Dennoch ließ sie
sich von Ana wieder auf die Beine ziehen. „ Und nun kommt, Euer Bruder
wird sonst noch ungeduldig!“
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
georg
Moderator
Moderator


Anmeldedatum: 22.02.2008
Beiträge: 13319

 Beitrag speichern
BeitragVerfasst am: 16.05.2014, 21:54    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe luxaquina,
auf keinen Fall möchte ich, dass du den eindruck kriegst, man ignoriert dich hier.
Soweit ich beim Überfliegen gesehen habe (notgehorchend überfliege ich sehr schnell, öfter mach1 überschreitend als die vertrackten österreichischen Abfangjäger) ist es eine sehr anspruchsvolle story. Die Prämisse (oder nennen wirs Grundidee oder Thread) zwar nicht originell (wie du selber sagst), die Verwirklichung aber schon.
Hoffentlich falle ich bald über einen großen Haufen Zeit, um mir die Gschichte näher vorzuknöpfen ... dann hoffe ich auch Näheres sagen zu können.

Viele Grüße
aus Zeitmangelistan
georg
_________________
.
Georg Rack, Aufbruch der Kerfe
http://www.amazon.de/Aufbruch-Kerfe-Georg-Rack/dp/3844881921/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1322065044&sr=8-1
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Kritikerarsch
Buchstabe
Buchstabe


Anmeldedatum: 01.08.2013
Beiträge: 10

 Beitrag speichern
BeitragVerfasst am: 28.05.2014, 01:45    Titel: Ein paar vertrauliche Worte Antworten mit Zitat

Hallo!

Grundsätzlich sollte man sich nicht auf die Einschätzung eines einzelnen Verlages verlassen. Über Texte gründlich drüberzuarbeiten, schadet aber natürlich nur in den seltensten Fällen.

Was die Story angeht: Fantasy muss keineswegs innovativ sein, als relativ beständiges Genre nimmt es die Lesergemeinde dem / der AutorIn nur ganz selten übel, wenn darin nichts fundamental Neues vorkommmt (Viele stören sich sogar daran). Viel wichtiger ist, dass die Geschichte trägt, spannend ist und auch: dass die Länge des Textes den Erwartungen entspricht. Kurze Fantasyroman fallen mir nur sehr wenige ein, die meisten sind richtige Wälzer.

Was du dir überlegen könntest, wäre kurze Glanzlichter aus dem ganzen Roman zu nehmen (ca 20 - 30 Seiten werden als Leseprobe gerne gesehen) und damit an Verlage, bzw. eine Literaturagentur heranzutreten. Vollständige Manuskripte landen viel schneller und viel häufiger am "Unbrauchbar" Stapel, da es viel Zeit erfordert sich mit ihnen zu befassen. Da wird einiges weggelegt, was das eigentlich nicht verdient hat.

Natürlich lesen Lektoren sehr genau: In den ersten beiden Sätzen deiner Geschichte sind bereits zwei Fehler. (Licht bricht sich nicht an, sondern auf einer Oberfläche. "Doch wie als" ist kein vertretbarer Satzanfang und auch grammatikalisch nicht völlig korrekt.) Wenn man dann diesen Prolog überspringt und in "Unsanftes Erwachen" reinliest, ist das Bild recht ähnlich. Das reicht schon, dass ein Profi das weglegt und sich dem nächsten unverlangt eingegangenen Manuskript zuwendet.

Der Wechsel mit zwei Ebenen wird gerne angewendet, ist aber schwieriger, als die meisten AutorInnen denken - da muss das Break und der Wechsel immer an der exakt richtigen Stelle eingesetzt werden, sonst wirds unübersichtlich, die Komposition gerät durcheinander, der rote Faden reißt.

Versteh mich nicht falsch: Das Ganze ist ganz ordentlich geschrieben und verrät durchaus Talent, aber man müsste wirklich sehr viel Arbeit reinstecken. Klar, das ist die Aufgabe eines Verlages und eines fähigen Lektors - nur ist es immer die Frage, ob sich das bei einem Erstling rechnet, mit dem der Verlag ohnehin wenig bis nichts verdienen wird. Besser wäre es also, den Text vorab zu bearbeiten, damit der Aufwand und damit die Kostenseite für den Verlag sinkt, wenn man das wirklich unterbringen will. Garantien gibts natürlich keine Geschockt

Was ich gerne wissen würde:

Wie alt bist du?
Wie lang ist das Manuskript? (Zeichenzahl oder Normseiten)
Wie verläuft im Groben die Story?
Welchen Typ Leser/Leserin hast du dir vorgestellt? Wem soll das Buch, abgesehen von dir selbst natürlich, gefallen?
In das Programm welchen Verlags würde es passen?

Lg und gute Nacht
_________________
Schlagt ihn tot den Hund! Es ist ein Rezensent!
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Luxaquina
Wort
Wort


Anmeldedatum: 06.04.2014
Beiträge: 24
Wohnort: Burgenland

 Beitrag speichern
BeitragVerfasst am: 28.05.2014, 16:02    Titel: Re: Ein paar vertrauliche Worte Antworten mit Zitat

Kritikerarsch hat Folgendes geschrieben:

Was ich gerne wissen würde:

Wie alt bist du?
Wie lang ist das Manuskript? (Zeichenzahl oder Normseiten)
Wie verläuft im Groben die Story?
Welchen Typ Leser/Leserin hast du dir vorgestellt? Wem soll das Buch, abgesehen von dir selbst natürlich, gefallen?
In das Programm welchen Verlags würde es passen?

Lg und gute Nacht


Ich bin 22 und das Skript hat 300 Normseiten.

Grober Story-Verlauf:
Luscinia (Wird von seltsamen Träumen geplagt und hat keine Erinnerungen an ihre Vergangenheit) ist seit ca 6 Jahren die persönliche Leibwächterin von Stella (zu beginn des buches ca 16). Der Bruder von Stella hat den goldenen Käfig satt und will mit seiner Schwester abhauen.
Er findet einen Weg und verschwindet mit seiner Schwester, wo Luscinia im letzten Moment dazwischen geht.
Konklusio: Bruder weg, Stella deprimiert, Luscinia schlechtes Gewissen und die Ziehmutter von Stella (Herrscherin) will ihr Reich abriegeln damit niemand mehr raus/rein kommt.
Luscinia kriegt Panik, weil sie Angst hat wenn sie die Insel nicht verlässt nie erfahren wird wovon sie jede Nacht träumt (da kommen die Perspektivenwechsel) und entschließt sich spontan auch abzuhauen. Durch ihr Verantwortungsbewusstsein und schlechtes gewissen nimmt sie Stella kurzerhand mit um mit ihr auf die Suche nach ihren Bruder anzutreten.

Nun sind die beiden zusammen auf Reisen der sich weitere Personen anschließen.

Sie erfahren dass die restliche Welt von einer riesigen Bestie (welche von einer fanatischen Kirche kontrolliert wird, was aber zu beginn niemand weiß) terrorisiert wird und werden da mithineingezogen da Stella zu einer ausgestorbenen Rasse mit angeblich unvorstellbarer Macht gehört. (auf ihren Bruder trifft das nicht zu) und eine Jagd auf Stella beginnt.

Gleichzeitig begeben sie sich auf die Suche nach antiken Waffen um Stellas Mächte freizusetzten.

Unschwer zu erraten: Natürlich schaffen sie das nach einer langen und beschwerlichen Reise und treten der Bestie in einem finalen Kampf gegenüber.

In einer epischen Schlacht wird die Bestie vernichtet, damit die Welt endlich Frieden finden kann.

--------

das wäre zumindest der Grundfaden. (für zusammenhänge, wie, was, warum müsste ich ein bisschen weiter Winken ausholen)


Typ Leser: Naja eine genaue Zielgruppenanalyse habe ich bisher noch nicht gemacht, aber ich hätte mal spontan gesagt die Zielgruppe sieht folgendermaßen aus:
Durchschnittsalter von 14-24, mögen Happy Ends

Ja, zum Verlag, das ist ein bisschen schwierig, also ein großer Teil meiner Lieblingsbücher (an denen ich mich natürlich auch ein bisschen orientiert habe) sind vom Heine Verlag (zB die Elfen vom Bernhard Hennen), ich hätte gedacht da würde mein Buch bestimmt gut reinpassen, dann hab ich aber gehört/gelesen, dass große Verlage selten etwas ansehen was von Neuautoren kommt, also habe ich es bisher nicht versucht.

-------------

Ja und jetzt überarbeite ich mein Buch nochmal.
Zuerst verlangsame ich den Handlungsablauf etwas und füge noch etwas dazu ein, weil:
Für einen Fantasywälzer hat es echt zu wenig Seiten (ich ärgere mich selber immer wenn die Handlung zu schnell läuft und nach 300 Seiten lesen alles vorbei ist.)
Und weil (ich beim nochmaligen durchlesen festgestellt habe) irgendwie die Motive der Figuren nicht ausreichend herüberkommen, irgendwie fehlt es noch an Tiefgang und die Beziehung des Lesers zu den Figuren muss stärker werden.

Was Rechtschreibung und Grammatik angeht, ja, du liest es vermutlich selbst gerade(besonders wenn ich etwas flott schreibe passiert besonders viel Quatsch) Winken

Aber es freut mich sehr das mein Text durchaus Talent verrät Smilie Hoffe ich konnte deine Fragen beantworten.

lg
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
georg
Moderator
Moderator


Anmeldedatum: 22.02.2008
Beiträge: 13319

 Beitrag speichern
BeitragVerfasst am: 28.05.2014, 17:46    Titel: Antworten mit Zitat

ein kleiner ad-hoc-Hinweis ...
beim geplanten "Verlangsamen" solltest du vermeiden, in Wiederholungen zu verfallen.
Aus meiner Sicht ist es eher so, dass man beim Überarbeiten Passagen zusammenstutzen soll, die zu redundant geschrieben sind.
Mein Tage- und vor allem Nachtwerk besteht ja seit ziemlich vielen Monaten darin, meinen Kerfenroman ins Englische zu übertragen. Immer wieder bemerke ich jetzt, dass in der story trotz x-fachen Überarbeitens Sätze oder Absätze vorkommen, die etwas wiederkäuen, was eh schon vorher im wesentlichen gesagt worden ist. In der English version lass ich den Müll klarerweise weg.
_________________
.
Georg Rack, Aufbruch der Kerfe
http://www.amazon.de/Aufbruch-Kerfe-Georg-Rack/dp/3844881921/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1322065044&sr=8-1
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Kritikerarsch
Buchstabe
Buchstabe


Anmeldedatum: 01.08.2013
Beiträge: 10

 Beitrag speichern
BeitragVerfasst am: 28.05.2014, 20:51    Titel: Antworten mit Zitat

300 Normseiten sind duchaus respektabel. Wenn es da längere Dialogpassagen gibt (zumindest deine Leseproben lassen das erahnen), könnte man das mit der richtigen Setzung vermutlich auf 400 - 420 bringen. Verwässern um Länge zu generieren ist meistens schlecht, allerdings - da hast du auch Recht - muss das Tempo allgemein stimmen. Ein bisschen, aber nicht zuviel Galopp.
Was eine Grundregel guten Schreibens ist: manchmal klafft besser eine Lücke, die der Leser mit seinen eigenen Gedanken auffüllt, als dass der Autor krampfhaft Verlegenheitsgeschwafel erfindet, um die Seite vollzukriegen.

Die Story hört sich für mich grundsolide an. Warum Luscinia den Fluchtversuch im ersten Anlauf verhindert, da sie auch selbst wegwill, erschließt sich mir aus der kurzen Skizze nicht, macht aber im Buch sicher Sinn.
Und Stella ist adoptiert/Findelkind, weiß aber nichts davon? Weil sie nicht zurselben Rasse wie ihr Bruder gehört?

Jein, mit großen Verlagen ist das so eine Sache. Das Problem ist die schiere Flut an unverlangt eingesandten Manuskripten, die viele Häuser gar nicht mehr einmal sichten sondern direkt entsorgen. Zu geringe Erfolgsquote, normalerweise wird aus einem oder zwei von mehreren tausend ein Buch. Das meiste läuft über persönliche Kontakte und Agenturen - und natürlich: ein riesiger Teil sind Übersetzungen, v. a. aus dem Englischen.

Was ich auf jeden Fall empfehlen könnte: schau dich nach Fantasy-Zeitschriften um, die regelmäßig erscheinen. Google ist da dein bester Freund. Verschaff dir einen Überblick und dann wähl ein paar Passagen aus deinem Buch aus, die du für besonders gut hälst (und die du hier natürlich vorab reinstellst, zur allgemeinen ÜBerarbeitung Winken ). Wenn du zwei oder drei kleinere Ausschnitte davon in Magazinen veröffentlichen kannst, öffnet sowas manchmal Tür und Tor (die Herausgeber haben selbst Verlagskontakte, man lernt neue Leute kennen, kann auf erste Publikationen verweisen, eventuell auch mal öffentlich Lesen etc. etc. Wenn du in Wien, Graz oder sonst einer größeren Stadt lebst, gibt es da sicher auch im Bereich Fantasy engagierte Veranstalter)
Ebenso Augen auf bei Schreibwettbewerben!

Ad Figurenbindung: Was IMMER geht, auch wenn es manchmal ein wenig abgedroschen ist, sind die Schilderungen von Kindheits-Erlebnissen. Für ein Geschwisterpaar fällt dir sicher was ein, ein Geheimnis, das die beiden verbindet und den Leser mit hineinzieht, bla bla, etc.
_________________
Schlagt ihn tot den Hund! Es ist ein Rezensent!
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Luxaquina
Wort
Wort


Anmeldedatum: 06.04.2014
Beiträge: 24
Wohnort: Burgenland

 Beitrag speichern
BeitragVerfasst am: 29.05.2014, 09:35    Titel: Danke für die Tipps! Antworten mit Zitat

Hi, danke für die Tipps, werde darauf achten nichts zu verwässern oder wiederzukäuen! Komme vom Land (wirklich kleines Kaff- mit rundherum nur weiteren Kaffs) daher siehts mit Veranstalltungen in der Nähe eher düster aus, mal schauen Winken . Aber Magazine sind eine super Idee, werde mich diesbezüglich umsehen. Smilie

Zu Luscinias Handeln gibt es eigentlich eine ganz einfache Erklärung, warum sie den Fluchtversuch zuerst verhindert: Sie lebt ein beschauliches, geregeltes Leben mit fixem Einkommen,...(als persönliche Leibwache von Stella) und kann ja eigentlich weg wann immer sie will. In ihrem Kopf spielt sich damit praktisch folgendes ab: Warum soll sie alles aufgeben nur um dann vielleicht trotzdem nichts herauszufinden; Vielleicht kommen die Erinnerungen mit der Zeit von ganz allein.

Sie verschiebt ihren Aufbruch damit (aus Gemütlichkeit) einfach immer weiter in die Zukunft.

Zu Stella und ihren Bruder: beides sind Findelkinder von denen beide tatsächlich einer verschiedenen Rasse angehören (die Auflösung dafür kommt erst weit gegen Ende) Beide wissen, dass sie Findelkinder sind und fragen sich daher natürlich ihrer Herkunft und warum sie so unterschiedlich sind. -> daher der Wunsch wegzugehen und dies herauszufinden.

Naja und deren Ziehmutter erzählt ihnen vereinfacht gesagt, dass in der Welt draußen Böses lauert (was ja auch gar nicht gelogen ist), und dass Stella auf keinen Fall weg darf (auf ihren Bruder trifft dies nicht zu), da es Menschen auf der Welt gibt die ihr etwas antun könnten, mehr erfährt man am Anfang nicht und mehr wissen auch die Protagonisten (zu Beginn) nicht.

Nach dem gescheiterten Fluchtversuch (was tatsächlich ein gescheiterter Entführungsversuch war) sollen die Grenzen dieses Landes (was übrigends ein Inselstaat ist - daher ist die Flucht ohne Fremde Hilfe etwas schwierig) dicht gemacht werden.

Nun kommt Luscinia in eine Zwickmühle: Gehen und Riskieren nichts zu finden oder bleiben und sich Fragen ob sie etwas gefunden hätte. Sie kommt dann zum Entschluss, dass sie es nicht aushalten würde sich den Rest ihres Lebens zu fragen ob sie denn etwas gefunden hätte. -> daher der Spontane Aufbruch praktisch direkt danach.

Stella nimmt sie mit, weil sie sich dafür verantwortlich fühlt sie von ihren Bruder getrennt zu haben. (was sie ja getan hat) Also möchte sie das ganze wieder gut machen und ihn ausfindig machen. Ihn aber lediglich zurückzubringen gibt keine Garantie, dass er wieder willkommen ist. Und um die Vereinigung der Geschwister zu Garantieren nimmt sie Stella kurzerhand mit.

Hoffe das bringt etwas Licht in die Motive der Figuren! Winken

lg
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
georg
Moderator
Moderator


Anmeldedatum: 22.02.2008
Beiträge: 13319

 Beitrag speichern
BeitragVerfasst am: 30.05.2014, 20:58    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
werde darauf achten nichts zu verwässern oder wiederzukäuen! Komme vom Land ...

in dem Sekundenbruchteil, wo mein Lesecursor bei "Land" angekommen ist, hab ich mir gedacht, jetzt folgt irgendwas bezogen auf die braven Wiederkäuer, mit denen die Landleut bekanntlich auf DU sind ... aber das hast du leider als sleeping gag stehen lassen ...



Winkend
_________________
.
Georg Rack, Aufbruch der Kerfe
http://www.amazon.de/Aufbruch-Kerfe-Georg-Rack/dp/3844881921/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1322065044&sr=8-1
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Luxaquina
Wort
Wort


Anmeldedatum: 06.04.2014
Beiträge: 24
Wohnort: Burgenland

 Beitrag speichern
BeitragVerfasst am: 31.05.2014, 19:23    Titel: Antworten mit Zitat

georg hat Folgendes geschrieben:
in dem Sekundenbruchteil, wo mein Lesecursor bei "Land" angekommen ist, hab ich mir gedacht, jetzt folgt irgendwas bezogen auf die braven Wiederkäuer, mit denen die Landleut bekanntlich auf DU sind ... aber das hast du leider als sleeping gag stehen lassen ...


Da diese edlen Geschöpfe auch in meinem heimatlichen, dünn besiedelten Landstrich (ja, wir haben fließend Warmwasser, Strom und Internet) ausgestorben sind, und ich lediglich aus Erzählungen weiß, das diese Wesen nicht lila sind, wäre ich natürlich NIE auf die Idee gekommen "wiederkäuen" und "Land" mit diesem wundervollen "Fabelwesen" zu verbinden..... Smilie

Winkend
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Literaturforum Österreich Foren-Übersicht -> Fantasy-Romane Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde

Topic speichern
Seite 1 von 1

Gehe zu:  

Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Powered by phpBB © 2001 phpBB Group
Deutsche Übersetzung von phpBB.de
Chronicles phpBB2 theme by Jakob Persson (http://www.eddingschronicles.com). Stone textures by Patty Herford.