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Erfreulicher Sommertag


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zwaraplotzwart
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Anmeldedatum: 04.11.2008
Beiträge: 197
Wohnort: Lumpendorf

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BeitragVerfasst am: 02.08.2017, 09:55    Titel: Erfreulicher Sommertag Antworten mit Zitat

Erfreulicher Sommertag


Die Nacht hat die absinthnen Schleier ausgezogen,
ich wandle selbst noch fast im grünen Dunst
und fühle mich vom Morgen leicht betrogen,
was ich mir heute leiste, das ist keine Kunst!

Die Harpyien sind ausnahmsweise friedlich,
das Thermometer steht auf achtundzwanzig Grad,
- im Freien – und die Wölkchen wirken niedlich,
bei mir nur zweiundzwanzig, mir ist fad!

Doch Freude keimt deswegen in mir auf,
indem ich mich schon auf den Abend freue,
von dem ich morgen wieder nichts bereue,
weil ich erneut mit der Giraffe sauf!
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georg
Moderator
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Anmeldedatum: 22.02.2008
Beiträge: 12906

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BeitragVerfasst am: 03.08.2017, 15:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, zwara!

Mag mancher fader Zipf die Stirn runzeln, mir jedenfalls gefällt die Tagsommernacht (genannt auch Nachtsommertag) ausnehmend.

Gereimt, und doch so anmutig ungereimt.

Doppeldeutig, aber nicht doppelgemoppelt.

Die Harpyien ... die südlichen Neuweltgreifvögel kommen kaum in Frage. Es fehlt in unserer Ökogegend an Faultieren, von denen sie sich ernähren könnten. Und wenn sie glauben, ich sei ein naher Verwandter des Ai -- bei mir kommen sie nicht rein. An meinem Glasfiebermückengitter scheitern sogar Kaiseradler, Lämmergeier und Graf Dracula.
Daher sind es die Harpyien der griechischen Mythologie.
Und nicht einmal die.
Es sind die Winde, die die Harpyien symbolisieren (und vor allem umgekehrt), die am Zwarasommertag so still sind (bis auf die Wolkerln).

Ja, lieber zwara, mit dieser Harpyienbetrachtung habe ich mich energetisch verausgabt und beende die Textbesprechung.

Viele Grüße
aus Aiistabad
georg
_________________
.
Georg Rack, Aufbruch der Kerfe
http://www.amazon.de/Aufbruch-Kerfe-Georg-Rack/dp/3844881921/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1322065044&sr=8-1
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zwaraplotzwart
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Anmeldedatum: 04.11.2008
Beiträge: 197
Wohnort: Lumpendorf

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BeitragVerfasst am: 04.08.2017, 07:34    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Georg!

Danke für die ausführliche Harpyienbetrachtung!
In Punkt eins hast du recht, diese Vögel sind nicht gemeint, die Anspielung bezieht sich auf die griechische Mythologie, die aber wenn nicht sogar widersprüchlich, so doch zumindest ambivalent und wenn nicht das, so doch eine ziemlich große Bandbreite der Beschreibungen der Harpyien aufzuweisen hat.

Ich beziehe mich auf die Jasonsage, wo der blinde Seher Pindäus (Ichidentifikation) dergestalt von den Harpyien gequält wird, dass sie ihm das Essen stehlen und in den Wein scheißen. Sie werden von den Söhnen des Boreas (Nordwind) vertrieben.

Gemeint sind etliche Weibspersonen mit windigem Charakter, die sich in meiner unmittelbaren Arbeitsumgebung befinden und einem bisweilen den schönsten Tag zur Hölle machen können.

Die Deutung mit den Winden hat mich ein wenig stutzig gemacht, das hatte ich nicht geplant, aber wie schon der große Kajn Kokosknusper geschrieben hat, sei ja das Werk meistens größer als der Autor und der Deuter zusammen.

Vielen Dank und
Lieben Gruß
zwara
_________________
Als Spötter, als Dichter, als Literat -
verstreu ich der Worte verfängliche Saat.
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