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Emanzipation im Mesolithikum


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georg
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Anmeldedatum: 22.02.2008
Beiträge: 12789

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BeitragVerfasst am: 05.07.2017, 09:29    Titel: Emanzipation im Mesolithikum Antworten mit Zitat

Alles war, wie es sein sollte. Die Muschelschalen wohlgefüllt mit Himbeeren, Heidelbeeren und eine sogar mit dem Schmalz des Schwarzbären, den Grogir unlängst erschlagen hatte. Die Glut glomm, und der Boden der Kalksteinhöhle war fast trocken, denn Flamda hatte den kleinen Tsunami mit dem Rindenbesen sorgfältig bereinigt. Dass draußen noch immer der Regen prasselte, störte wenig, höchstens dass es Flamda angenehmer gewesen wäre, wenn Söhnchen Horgli draußen gespielt hätte als hier, wo ihr das Klappern mit den Spielknochen auf die Nerven ging, die als einziges Relikt des Großvaters noch existierten.

Grogir ging irgendwo draußen seinem Beruf nach. Er jagte. Ob er wohl ein saftiges junges Mammut nach Höhle bringen würde? Aber das mochte noch dauern, und Flamda war langweilig.
Wie komme eigentlich ich dazu, hier zu versumpern, während der Kerl sich draußen bei der Jagd amüsiert?, fragte sich Flamda. Dass er schon durchgeweicht sein mochte wie ein nasser Schakal, war ihr im Moment nicht so recht bewusst.

Als Grogir Stunden später tatsächlich eintraf, sogar das erhoffte und erschlagene Mammutfohlen am Rüssel hinter sich her schleppend, hatte der Regen schon aufgehört. Grogir wollte wie üblich seine Belohnung für den Jagderfolg, hatte schon Horgli hinausgeschickt, aber Flamda war nicht nach Niederknien und Orgasmusvortäuschen zu Mute. Sie sprach: "Alter, so geht es nicht weiter. Wir sollten etwas zum Fortschritt der Affenheit beitragen. Ab nun wirst du Beeren pflücken, und ich werde Bären jagen." Gleichzeitig drehte sie sich um und präsentierte dem Gemahl die behaarte Kehrseite. Grogir, prall voll Östrogen, rief "Jaaaa", und so nahm das Schicksal seinen Lauf.

Von der ersten Jagdexpedition kehrte Flamda mit leeren Händen zurück (Grogir hatte in der Zwischenzeit fluchend Beeren gepflückt), und von der zweiten gar nicht. Der Bär war Sieger geblieben
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Georg Rack, Aufbruch der Kerfe
http://www.amazon.de/Aufbruch-Kerfe-Georg-Rack/dp/3844881921/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1322065044&sr=8-1
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ralfelinchen
Letternprokurioser


Anmeldedatum: 29.07.2010
Beiträge: 1304

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BeitragVerfasst am: 04.08.2017, 23:11    Titel: Antworten mit Zitat

das gefällt mir lieber alter freund
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Was sich überhaupt sagen lässt, lässt sich klar sagen; und wovon man nicht reden kann, darüber muss man schweigen. (Ludwig Wittgenstein)
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georg
Moderator
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Anmeldedatum: 22.02.2008
Beiträge: 12789

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BeitragVerfasst am: 04.08.2017, 23:50    Titel: Antworten mit Zitat

Danke
PROST!

Naja, alte Freundschaft prostet nicht . . . und zwar deshalb, weil ich seit ungefähr 54 Jährchen Antialkoholicus bin ... aber virtuell proste ich dir liebend gerne zu.

Die Emanzipations-very-short-story hatte ich selbst schon aus meinem Demenzzentrum verdrängt, und nun küsst du sie wach.
Das tut gut.

lg georg
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Georg Rack, Aufbruch der Kerfe
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ralfelinchen
Letternprokurioser


Anmeldedatum: 29.07.2010
Beiträge: 1304

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BeitragVerfasst am: 05.08.2017, 23:33    Titel: Antworten mit Zitat

hhhhhhhhhhhh...herrlich...war heute mit meiner geliebten Laura und den eltern auf pekingente im 5ten. war köstlich. zuletzt was zuwenig vor einem halben jahr nun hatte ich 5 portionen bestellt und vier waren zuviel. so ist das mit china. gute nacht mein guter
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