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Literaturforum Österreich :: Thema anzeigen - Die Schoenheit des Herbstes
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Die Schoenheit des Herbstes


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Leopoldine
Satz
Satz


Anmeldedatum: 18.08.2017
Beiträge: 50
Wohnort: Am Wasserfall 12 AT

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BeitragVerfasst am: 28.08.2017, 17:48    Titel: Die Schoenheit des Herbstes Antworten mit Zitat


DIE SCHÖNHEIT DES HERBSTES
© Leopoldine

Es tanzen die Blätter im Wind einen Reigen,
sie fallen von Bäumen und Büschen zur Erde,
mal schweben sie einzeln, mal schwebt eine Herde,
mal sind sie im Sinken, mal sind sie im Steigen.

Der frühe September erbringt die Gebärde,
im Indian Summer sich warm zu verneigen.
Der malende Herbst will die Farben uns zeigen,
auf Feldern die Früchte, auf Wiesen die Pferde.

Das graue Gewölk wird am Himmel gemolken,
es braucht die Natur einen Platzregenschauer,
die Schönheit des Herbstes ermittelt kein Blinder.

Die stürmischen Winde vertreiben die Wolken
sie werden im späten Oktober viel rauer,
sie tragen die Drachen der spielenden Kinder.

*
Bild: © Leopoldine

Die Hälfte meiner Schul-Zeichnung: Herbstliche Blätter,
Wasserfarbe durch ein Sieb mit Bürste gespritzt




*

DIE SCHÖNHEIT DES HERBSTES - Variante B
© Leopoldine

Es tanzen die Blätter im Wind einen Reigen,
erst schweben sie einzeln, dann gleich einer Herde,
mal sind sie im Sinken, mal sind sie im Steigen,
die Schönheit des Herbstes legt sich auf die Erde.

Der Indian Summer will sich warm verneigen
im frühen September, wie eine Gebärde.
Der malende Herbst will die Farben uns zeigen,
goldgelbe Felder, buntscheckige Pferde.

Das graue Gewölk wird am Himmel gemolken,
versorgt die Natur mit dem nötigen Schauer,
dann trocknen die Bäume nicht aus über Winter.

Septemberwind bringt und verjagt gerne Wolken.
Der Sturm im Oktober wird wilder und rauer,
empor steigen Drachen der spielenden Kinder.

*


Zuletzt bearbeitet von Leopoldine am 22.09.2017, 14:03, insgesamt 2-mal bearbeitet
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georg
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Anmeldedatum: 22.02.2008
Beiträge: 12789

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BeitragVerfasst am: 28.08.2017, 22:23    Titel: Antworten mit Zitat

Ein paar Fragmente, wie immer unverbindliche Gedankensplitter, möchte ich beisteuern.

Z1 ist sehr schön, könnte von Mörike sein.
Z2 ist von der Substanz her entbehrlich, denn dass die Blätter nicht von Flugzeugen oder UFOs abgeworfen werden weiß eh jeder.
Vor allem aber passt "fallen" nicht zum "tanzen".
Ihr Ziel ist der Tod, ihr Grab wird die Erde (georg morbid wie so oft Winken ). Merke: tanzend oder sogar fröhlich in den Tod gehen kommt vor.
Z3 eine Herde schwebt nicht ... wenn doch, wäre es eine Herausforderung für den Leser, die nicht so recht zu dem Sonett passen will.
Erst schweben sie einzeln, dann gleich einer Herde.
Das viermalige "mal" hat was, aber ich würde mich doch mit den zweimal mal von Z4 begnügen.
Z5 ... "erbringt" klingt mir zu sehr nach dem Geschäftsbericht der Würstelbude (oder, da diese nicht mehr vorhanden, des Kebapstandls).
Der frühe September wie eine Gebärde ...
Z6 Indian (maybe your orthography check isn't used to English)
Z8 goldgelbe Felder, buntscheckige Pferde.
Z10 Platzregenschauer ist redundant (ralf nennt es Doppelmoppel): Platzregen oder Regenschauer.
Z11 emittelt kein Blinder ... das ist dem Endreim"zwang" gefügt. Klingt gequält, lyrisch fehl am Platz.
Z12 Septemberwind bringt und verjagt wieder Wolken
Z13 als Oktobersturm ist er noch wilder und rauer
Z14 hoch steigen die Drachen der spielenden Kinder.

Zitat:

Es tanzen die Blätter im Wind einen Reigen,
sie fallen von Bäumen und Büschen zur Erde,
mal schweben sie einzeln, mal schwebt eine Herde,
mal sind sie im Sinken, mal sind sie im Steigen.

Der frühe September erbringt die Gebärde,
im Indien Summer sich warm zu verneigen.
Der malende Herbst will die Farben uns zeigen,
auf Feldern die Früchte, auf Wiesen die Pferde.

Das graue Gewölk wird am Himmel gemolken,
es braucht die Natur einen Platzregenschauer,
die Schönheit des Herbstes ermittelt kein Blinder.

Die stürmischen Winde vertreiben die Wolken
sie werden im späten Oktober viel rauer,
sie tragen die Drachen der spielenden Kinder.

_________________
.
Georg Rack, Aufbruch der Kerfe
http://www.amazon.de/Aufbruch-Kerfe-Georg-Rack/dp/3844881921/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1322065044&sr=8-1
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Leopoldine
Satz
Satz


Anmeldedatum: 18.08.2017
Beiträge: 50
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BeitragVerfasst am: 28.08.2017, 23:17    Titel: Antworten mit Zitat

Winken

Zuletzt bearbeitet von Leopoldine am 22.09.2017, 14:00, insgesamt einmal bearbeitet
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georg
Moderator
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Anmeldedatum: 22.02.2008
Beiträge: 12789

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BeitragVerfasst am: 29.08.2017, 01:00    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn Sie meine Zeilen als unhöflich empfunden haben, tut es mir leider leid Winken
Es geht mir ausschließlich um Textbesprechung.
Dass (mir) "nichts passt", kann ich nicht gelten lassen. Hab sogar ausdrücklich auf feine moments of excellence hingewiesen. Obwohl es ja zigmal mehr bringt, Fehlerchen (oder was ich dafür halte) anzusprechen.

Dass Sie sich so interessiert mit den Versfusserln befasst haben, freut mich ungemein - bitte btte fassen Sie meine Sprüche nicht als gemein, sondern ungemein auf.

Dass ich in irgendeinem Buch auf den Indian summer erstmals stieß, könnte gut 60 Jahre her sein. Ab achteinhalb Lebensaltersjahren hab ich hunderte, tausende Bücher verschlungen - nicht wenige davon waren über den Atlantik geflattert.
Schauen Sie sich bitte Ihren Originaltext und auch das von mir gepostete, klarerweise mittels paste/copy fabrizierte Zitat an, in beiden findet sich der Tippfehler "IndiEn summer". Dass ich da was ausbessere wäre ein zirkusreifer Purzelbaum.

Dass ein Blinder nichts sieht, ist nicht zu leugnen. Eben deswegen kommt mir Z11 (ermittelt kein Blinder) irgendwie schnoddrig vor, den schönen lyrischen Momenten Ihres Textes Abbruch tuend.

Und was Mörike betrifft, hab ich an das kurze, feine Gedicht "Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte, süße, ahnungsvolle Düfte . . . " gedacht.
Sonst kann ich eh nichts von M. auswendig ...
Besonders die Zeile "Horch, von fern ein leiser Harfenton" hat es mir angetan.

Meinen Gutenachtgruß hören Sie wohl nicht mehr, aber möglicherweise "gibt" es doch so etwas wie eine transzendente Energie, die im banalsten Fall freundschaftliche Wünsche mit Überlichtgeschwindigkeit der Adressatin zukommen lässt.
Winkend
_________________
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Georg Rack, Aufbruch der Kerfe
http://www.amazon.de/Aufbruch-Kerfe-Georg-Rack/dp/3844881921/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1322065044&sr=8-1
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Leopoldine
Satz
Satz


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Beiträge: 50
Wohnort: Am Wasserfall 12 AT

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BeitragVerfasst am: 29.08.2017, 11:41    Titel: Re: Die Schoenheit des Herbstes Antworten mit Zitat

Winken

Zuletzt bearbeitet von Leopoldine am 22.09.2017, 14:01, insgesamt einmal bearbeitet
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Kluse
Bücherregal


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Beiträge: 3805

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BeitragVerfasst am: 29.08.2017, 13:43    Titel: Antworten mit Zitat

Winkend Anmerkung zur Verbesserung der Lesbarkeit (brauner Hintergrund): Man kann im Profil die Erscheinungsform des Forums ändern. So habe ich im Augenblick eine Variante mit schwarzer Schrift auf weißen Hintergrund gewählt; nennt sich Board-Style: "subSilver". Da sind auch noch andere Möglichkeiten vorhanden, die ich aber auch noch nicht probiert habe.
_________________
Viele Grüße aus Köln

Klaus

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Wisst Ihr, was ich nicht leiden kann? Intolerante Leute - alles verdammte Bastarde!
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Leopoldine
Satz
Satz


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BeitragVerfasst am: 29.08.2017, 14:04    Titel: Antworten mit Zitat

Winkend Hallo und vielen Dank Klaus,

ich habe mir das gleich eingestellt,
jetzt sehe ich wunderbar und meine Augen freuen sich.

Grüße von Leopoldine
_________________
Jedes Gedicht hat eine Botschaft.
Der „Magic Moment“ ist die Reaktion auf die Emotion eines anderen Menschen,
abhängig von der Empathie, mit der man an ein Werk herangeht.


Zuletzt bearbeitet von Leopoldine am 22.09.2017, 14:04, insgesamt einmal bearbeitet
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