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Nicht so lange!


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zwaraplotzwart
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Anmeldedatum: 04.11.2008
Beiträge: 203
Wohnort: Lumpendorf

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BeitragVerfasst am: 07.08.2018, 08:30    Titel: Nicht so lange! Antworten mit Zitat

Nicht so lange!

Ein Kosmonaut von der Wolga,
der liebte ein Girl namens Olga.
Da kamen sie nun -
fast bis zum Neptun,
da hauchte sie leis: ne tak dolgo!
_________________
Als Spötter, als Dichter, als Literat -
verstreu ich der Worte verfängliche Saat.
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georg
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Anmeldedatum: 22.02.2008
Beiträge: 13121

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BeitragVerfasst am: 07.08.2018, 11:26    Titel: Antworten mit Zitat

Dobre utro, mily zwara!
Mein bisschen Schulrussisch ist so verblasst, dass ich gerade noch die nach dem Mönche Rasputin ... hoppla ... falsch ... Cyrill benannten
Lettern kenne. Und viel hilft das auch nicht, denn wenn ich diese ca 30 Dinger wie zB das i-kratky verwenden wollte, müsste ich erst
im Textprogramm herumwühlen, um zu erforschen, wie man sie aufruft. Aber brauch ich Cyrill&Co?
Nein, eh nicht, denn du hast ja den netten Limerickabschluss gnädigerweise in die Lateinschrift übertragen.
Was "dolgo" betrifft, musste ich erst ein paar Kalkhöhlen meines Kleinhirns wandabkratzen, um draufzukommen, dass es "nicht so lange" heißt.
Hoffentlich ist es allen Lesern klar, dass so ein o eher wie "a" ausgesprochen wird, womit dolgo mit Wolga und Olga harmoniert.

Sehr anmutig ist die Zweideutigkeit bis Multideutigkeit von Olgas gehauchter Bemerkung, das macht den Limerick zum Ausnahmerick.
Würde einen Ehrenplatz in jeder Limerick-Anthologie einnehmen, wenn so eine Anthologie entstünde. Aber außer mir käme keiner auf den
Gedanken, dergleichen zu fabrizieren, und ich schon gar nicht.

Winkend
_________________
.
Georg Rack, Aufbruch der Kerfe
http://www.amazon.de/Aufbruch-Kerfe-Georg-Rack/dp/3844881921/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1322065044&sr=8-1
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zwaraplotzwart
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Anmeldedatum: 04.11.2008
Beiträge: 203
Wohnort: Lumpendorf

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BeitragVerfasst am: 08.08.2018, 13:53    Titel: Antworten mit Zitat

Idy na chui…

wird dein rudimentäres schulrussisch ein wenig übersteigen.
Aber so ist es natürlich nicht gemeint.

Da es meines Wissens weder im Griechischem (und die beiden Mönche Kyrill und Metoth stammen von dorther) noch im Russischen (33 Zeichen) ein „C“ gibt, wären die Voraussetzungen für eine Debatte darüber anders zu veranstalten.

Was den Text betrifft, so ist Wolga auf Olga (selbst in einem Lim.) ein banaler Reim!

Dazu wäre zu bemerken, dass nur ganz wenige russische Vokabeln, die mindesten zwei Silben beinhalten, auf der ersten Silbe betont werden. „Wolga“, „Olga“ und „dolgo“ gehören dazu.

Nun ist dazuzufügen, dass im russ. unbetontes „o“ wie „a“ ausgesprochen wird.
Dass natürlich das offene „a“ von „Wolga“ und „Olga“ mit dem Schlussvokal in „dolgo“,
der ein eher ein geschlossenes „a“ darstellt, in einem gewissen Widerspruch befindet, ist aber den Lim- und Schüttelreimfundamentalisten in die Pappn ghaut, de wos glauben, dass es sich da wirklich um den Parnass der Lyrik handelt.

lg
zwara
_________________
Als Spötter, als Dichter, als Literat -
verstreu ich der Worte verfängliche Saat.
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georg
Moderator
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Anmeldedatum: 22.02.2008
Beiträge: 13121

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BeitragVerfasst am: 08.08.2018, 16:53    Titel: Antworten mit Zitat

Gänzlich, ja sogar ganz in meinem Sinne.
Die Öffnungs - und sogar (Kinn)ladenschlusszeiten für Vokale werden nur von rechten (seien sie auch linke) Beckmessertypen eisern eingehalten.
Sperrschtund is!
Eine poinierte Wendung oder Endung ist x-mal mehr wert als das Formalgebastel.
Deine C-Bemerkung hab ich einige Zehntelsekunden dolgo nicht kapiert, weil ich das C diese Zeitspanne lang für das Russen-c hielt, wie es zB mit
dem Wort CCCP auf dem Schindanger der Geschichte vor sich hin fault.
Aber was sind solche Cwistigkeiten schon im Vergleich damit was die Chinesen mitmachen, die im Wigelwogel
zwischen ihrer Charakterenschrift und der westlichen, dem Mandarin im Grunde kaum kompatiblen Schreibe sind. Ähnlich gehts auch
den Papuaneuguineanern, die nur davon profitieren, dass sie überhaupt keine Schrift haben. Selbst den Genuss von Missionaren
und anderen Touristen wusste man ihnen anzuzwidern ... aber ich schweife ab.
Winkend
_________________
.
Georg Rack, Aufbruch der Kerfe
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