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Da kann man nichts machen


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Pollux
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Anmeldedatum: 27.05.2009
Beiträge: 249

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BeitragVerfasst am: 02.12.2016, 17:17    Titel: Da kann man nichts machen Antworten mit Zitat

Ich bin ein Wildpfadworker; mir vertrauen die Tiere und auch die Menschen, zum Beispiel jene, welche sich vor dem Wolf fürchten. Ich vermittle zwischen den Geschöpfen, sollte es Probleme geben, aber auch präventiv. Ein Wildpfadworker ist also so etwas wie ein Streetworker des Waldes. Für den Wolf, der vor Kurzem erschossen wurde, weil er sich zu sehr in die Nähe der Menschen traute, kam mein Einsatz zu spät. Er hatte am hellichten Tag eine Frau mit Kinderwagen beschnuppert, und anschließend ihren kleinen Hund mit in den Wald verschleppt, um ihn dort zu killen.

Naja, eigentlich hat die Frau Glück gehabt, dass der Wolf sich nicht das Baby geschnappt hat. Denn wie mir alle wildlebenden Wölfe, mit denen ich mich bisher verständigt hatte, bestätigten, würden sie alle liebend gerne so ein deutsches Wohlstandsbaby verschlingen; lieber als ein Lamm, dessen Fell sie ja erst rupfen müssten. Einzig ihre Vorsicht vor den Menschen hält sie aber davon ab.

Ich ermahnte die Wölfe, sich auch von den Hunden der Leute fernzuhalten, womit sie nicht einverstanden waren. Sie sahen es als ihr Recht an, die Hunde anzugreifen, falls diese in ihre Reviere eindringen würden. Ich kann die Wölfe nicht davon abhalten. Es liegt in ihrer Natur.
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georg
Moderator
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Anmeldedatum: 22.02.2008
Beiträge: 13061

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BeitragVerfasst am: 08.01.2018, 16:34    Titel: Antworten mit Zitat

Nicht angekündigte Verspätungen sind die spätesten.
Im allgemeinen ...
Dieses reply ist allerdings kein gemeines und auch kein allgemeines, daher treffen die bisher erwähnten Merkmale nicht zu.
Noch dazu ist ja ein Monat keine markante Verspätung, oder?
. . .
Hoppla, ich sehe gerade, es handelt sich um einen Monat und ein Jahr!
Auch schon wurscht. Die Zeit, die man Vergangenheit nennt, ist ohnehin nur eine eingebildete Zeit.
Es gibt die Vergangenheit ebensowenig wie die Zukunft.
Und die Gegenwart schon gar nicht, denn sie hat die Erstreckung Null.
Das wurde alles miteinander nur von schlauen Chronologen erfunden, damit sie eine Daseinsberechtigung haben.
Was wäre ein Chronologe ohne Chronos?
Null.

~~

Nach dieser kurzschweifigen Einleitung wende ich mich dem thread zu.
Weder gegen den Wolf, noch den Hund, noch das Schaf, noch Baby noch Besitzerin ist etwas einzuwenden. Alle sind sehr lebendig beschrieben.
Sogar der Kinderwagen scheint über DNS zu verfügen.
So bleiben mir nur mehr einige abschließende Zwischenbemerkungen.

Diese Schafs-, Baby- und Wagenhirtin wird gut daran tun, sich wieder einen Hund auszuborgen.
Wenn der Wolf mit dem Ruf "der Wolf kommt!" wieder bei einer Spazierfahrt auftaucht, würde er schwer enttäuscht sein, wenn ihm kein Hund zum Fraß vorgeworfen wird.
Dann könnte es tatsächlich passieren, dass er das Baby mitnimmt, und das wollen wir doch alle nicht, oder?

Wer wie ich Konrad Lorenz gelesen hat, weiß, dass der Hund vom Wolf und vom Goldschakal abstammt.
Jedenfalls weiß es der Lorenzer so lang, bis er zufällig erfährt, dass auf Grund der neuesten Forschungen der Schakal beim Vaterschaftstest durchgefallen ist.
Hier irrte der Nobelpreisträger.
Das bedeutet, dass der Wolf einen direkten Stammesverwandten gerissen und gefressen hat.
Ja, das klingt brutal.
Aber sowas kommt in den besten Familien vor, und daher sind auch die vernarrtesten HundefreundInnen freundlich gebeten, dem unvernünftigen Wolf deshalb nicht gleich mit Ausrottung und einer Zukunft als Bettvorleger zu drohen.

Viele Grüße
aus Canislupistabad
georg
_________________
.
Georg Rack, Aufbruch der Kerfe
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