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Der Loewe


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Paulus
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Anmeldedatum: 17.07.2017
Beiträge: 30

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BeitragVerfasst am: 04.08.2017, 07:42    Titel: Der Loewe Antworten mit Zitat


Ein altes Raubtier, mager, schläfrig,
springt hinter rosterbraunten Gittern
plötzlich auf in seinem Käfig.

Ein Beben lässt die Erde zittern
und sprengt, dem Löwen zum Pläsier,
des Nachts der Käfigtür Scharnier.

Bereit, vor den erstaunten Affen
sich durch den schmalen Spalt zu drängen,
treibt ihn der Wille, es zu schaffen.
Im Wald sind Löwen frei von Zwängen.

Geglückt!


*


Zuletzt bearbeitet von Paulus am 05.08.2017, 09:49, insgesamt 2-mal bearbeitet
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georg
Moderator
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Anmeldedatum: 22.02.2008
Beiträge: 12906

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BeitragVerfasst am: 04.08.2017, 23:56    Titel: Antworten mit Zitat

Gut!
Der Text hat sogar beides an sich ... surreales und experimentelles.
Auch könnte man das Schicksal des alten Leus auf ETA-Hoffmann-Manier ins Reich der Phantasie transformieren . . . ein Plüschtier (wie auch die Affen nur textil sein mögen) . . . die Tür des Kinderzimmers springt auf, zB weil unten ein Lastwagen vorbeifährt, der Löwe haucht sich selbst Leben ein und entflieht in den kleinen Park nebenan.
Der kleine Löwenbesitzer aber erzählt am nächsten Morgen der Mutter die Großlöwenstory, und sie lächelt, bis sie feststellt, dass der Plüschlöwe tatsächlich verschwunden ist.
~
Hinsichtlich der dritten Strophe hab ich diskrete Bemerkungen.
Du weißt ja, Paulus, aus meinem Mund bzw meiner Tastatur ist sowas nicht etwa ein patziger "Änderungsvorschlag", sondern nur ein kleines Streiflicht.

Bereit, vor den erstaunten Affen
sich durch den breiten Spalt zu zwängen,
treibt ihn der Wille, es zu schaffen,
sich flüchtend in den Wald zu drängen.

Der Spalt sollte nicht "breit" sein.
Sicher müsste er objektiv betrachtet breit sein, damit so ein großes Viech durchpasst, aber im Gedicht geht es um aufs Gemüt wirkende Botschaften. Der Protagonist Löwe soll es möglichst schwer haben; wenn der Spalt breit ist, entsteht im ersten (und das ist der entscheidende) Moment beim Leser das Gefühl, es ist keine Herausforderung. Daher schmaler Spalt.

"in den Wald zu drängen" ist geschickt gereimt, aber es beugt sich dem Diktat des Endreims.
Sobald sich der Leu aus dem Käfig herausgezwängt hat, gibts kein Gedränge mehr.
Man könnte zB (jedenfalls fällt mir sonst nichts ein) "drängen" und "Zwängen" vertauschen.

Bereit, vor den erstaunten Affen
sich durch den schmalen Spalt zu drängen,
treibt ihn der Wille, es zu schaffen,
im Wald sind Löwen frei von Zwängen.
_________________
.
Georg Rack, Aufbruch der Kerfe
http://www.amazon.de/Aufbruch-Kerfe-Georg-Rack/dp/3844881921/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1322065044&sr=8-1
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Paulus
Wort
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Anmeldedatum: 17.07.2017
Beiträge: 30

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BeitragVerfasst am: 05.08.2017, 10:02    Titel: Antworten mit Zitat

Interessante Geschichte Georg und ich habe deinen Vorschlag übernommen.
Was meinste? Hinter "schaffen" Punkt oder besser Komma?

Danke!

****************

Lachen Ich bin nur der grauhaarige alte Säckel. Aber er, er ist der Weise, mein Meister im goldenen Lichte, der mich sicher geleitet im Nebel der Irrungen und Wirrungen.
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georg
Moderator
Moderator


Anmeldedatum: 22.02.2008
Beiträge: 12906

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BeitragVerfasst am: 05.08.2017, 11:11    Titel: Antworten mit Zitat

.
Punkt!
Mein Komma war nur Schlamperei ...

Winkend
_________________
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Georg Rack, Aufbruch der Kerfe
http://www.amazon.de/Aufbruch-Kerfe-Georg-Rack/dp/3844881921/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1322065044&sr=8-1
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