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Lilla Buchstabe


Anmeldedatum: 12.11.2009 Beiträge: 11 Wohnort: Wien Umgebung
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Verfasst am: 08.12.2009, 20:30 Titel: Arbeitstitel: Shaiya - Der Tag des ewigen Lichtes |
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Hey ihr Lieben!
Ich hab schon vor langer Zeit angefangen an der Geschichte zu schreiben, nur kommt mir immer wieder die Schule dazwischen... sehr nerventötend...
Das ist einer meiner vielen Prologe, die ich oft überarbeite, weil ich nie mit einem zufrieden bin vlt wird der auch wieder der Entf-Taste zum Opfer fallen, aber derzeit lass ich ihn euch hier, damit ihr mal was zu lesen habt
Es gibt vieles, wo ich mir selbst noch nicht sicher bin, wie es genau jetzt in die Geschichte kommt... hihi trotzdem hoffe ich, dass ihr euch auskennt
Prolog
Manchmal ist es gut so, wie es ist. Ein Satz, den man mir immer wieder gesagt hat. Auch wenn die Welt um dich herum in Flammen steht. Du kannst es nicht ändern, akzeptiere es. Aber gerade ich sollte doch Fehler ausbessern und Schlechtes verhindern können. Was mich zu dem eigentlichen Problem führt.
Es war nicht immer Krieg auf dieser Welt. Genau genommen, begann der Krieg mit dem Leben auf der Erde. Aber ich will ihn beenden, nur liegt da noch eine gefährliche Reise vor mir. Wüsste ich, was ich genau tun muss wäre es schon längst getan. Nun ja, hier liegt das Problem: Niemand weiß es und doch erzählt man sich überall, die Rettung sei gekommen. Ich sei gekommen, um sie aus dem Verderben zu holen. Aber wie soll ich, ein Mädchen mit siebzehn Jahren, ein ganzes Volk retten? Das ist der Zeitpunkt in dem normalerweise ein strahlender Held auftaucht und alles im Handumdrehen wieder in Ordnung bringt. Zeit für Naab. Wäre dies eine der Heldensagen, so wäre gewiss er der Retter dieser Welt, nicht ich. Und doch singen sie von unseren Heldentaten. Auch wenn ich mit meiner Magie weit mehr erreichen konnte, so war sein Charakter durchzogen von Stärke und Mut. Mehr Mut auf einem Fleck, als ich es je gesehen habe. Ihr werdet bald selbst sehen, warum.
Meine Abenteuer beginnt schon vor meiner Geburt in einem Land namens Ceartly Branch. Kommt mit mir dorthin und begleitet mich auf meiner Reise.
Lg Lilla |
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Lilla Buchstabe


Anmeldedatum: 12.11.2009 Beiträge: 11 Wohnort: Wien Umgebung
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Verfasst am: 20.12.2009, 19:01 Titel: |
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1.Kapitel
Die Legende
Nyjeira Nixa
Eran Erz
Djetu Daltja
Senane Sulight
Die Namen der 4 Gründer unserer Welt, der Erde.
Zu Beginn waren sie sich uneinig, wem welches Stück der Erde zugeteilt werden sollte, doch dann sprach Senane, Engel und spätere Göttin ihrer Ära, mit der Weisheit der Sonne:
"Wir haben hier keine Macht. Wir, die wir hier versammelt stehen, müssen uns dieser neuen Welt, dieser neuen Zeit unterwerfen. Versteht ihr nicht? Niemand hat hier die Macht diese Welt zu zerstören, sie grundlegend zu verändern! Niemand kann so etwas alleine bewirken. So streitet euch nicht um das Materielle, denn nur wenn unsere Geister eins sind, sind wir stark!“
So besahen sie alle Senane, die wie eine Mutter unter ihren ungezogenen Kindern richtete, und verbeugten sich vor ihr. „Ihr, die über uns richtet, sollt auch über diese Welt richten wie eine Mutter, auf sie achten und sie beschützen", sprach Eran Erz, der Zwerg. "Aber was geschieht dann mit uns Flossenwesen, wir brauchen Platz und viel Raum in dem wir keine Bedrohungen vorfinden; Raum der nur uns gehört!", sagte Nyjeira Nixa, die Nymphe.
Doch bevor Senane der Nymphe antworten konnte, mischte sich der Dämon ein :"Was versprecht ihr euch gegenseitig? Ihr könnt es sowieso nicht halten: irgendwann beginnen sich Blutfehden um euch zu ranken, mit denen ihr nicht mehr fertig werdet. So werden wir uns gegenseitig auslöschen.
Aber damit das nicht passiert, habe ich eine Lösung: akzeptiert mich als euren alleinigen Herrscher und ich werde euch Frieden schenken!"
"Glaubst du wirklich, wir sind so naiv um das zu glauben?", fragte Eran und war erzürnt.
"Ja, ich dachte, ihr wäret mit dieser Entscheidung einverstanden? Oder wollt ihr euch gegenseitig vernichten?", meinte Djetu. Darauf meldete sich Nyjeira zu Wort: "Ich stimme Eran zu! Ich finde wir sollten alle Teile dieser Welt gerecht untereinander aufteilen, so dass jeder Herrscher über sein Gebiet sein kann!"
"Während ihr diskutiert habt, habe ich über die Aufteilung der Welt nachgedacht und denke, dass es das Beste ist, wenn Nyjeira die Wasserwelt bekommt, da sie der größte Teil der materiellen Welt ist und für sie keine Gefahren birgt", erklärte Senane,"Und damit du kein Problem hast zu atmen, schenke ich dir die Fähigkeit, Wasser zu Luft zu machen. Hier"
Nyjeira griff sich hinter ihr Ohr und fühlte leichte Rillen an ihrem oberen Hals. Erfreut blickte sie zu Senane und verbeugte sich leicht. "Ihr seid wahrlich eine Göttin. Ich danke euch!", sagte sie freudestrahlend.
Djetu verlor nun ganz die Geduld und schien schon fast zu schreien: „Nein! Warum spaltest du mein Reich? Wir können es zusammen regieren! Nur du und ich könnten die neuen Herrscher dieser Welt sein! Was sagst du dazu? Nimmst du meinen Antrag an?"
-"Aber warum sollte ich so egoistisch sein und alles für mich in Anspruch nehmen, wenn es doch ein viel schöneres Gefühl ist gerecht zu sein?", begann der Engel zu reden doch weiter kam er nicht, da Djetu sich wieder einmischte: "Ah…so ist es also! Du ziehst dieses Gefühl mir vor!? Wunderbar, es jetzt zu erfahren und nicht, wenn es bereits zu spät ist!"
Djetu verlor die Beherrschung noch bevor jemand anderes antworten konnte. Seine roten krallenartigen Hände begannen zu glühen und er richtete sie auf Senane.
"Du hast mich verraten und dafür werden du und deine Nachfahren büßen!" Plötzlich lösten sich Feuerkugeln aus seinen Händen und schossen auf den Engel zu. Gerade noch rechzeitig wehrte Senane sie mit einem Lichtschild ab und Nyjeira schoss mit einem Wasserstrahl zurück. Auch Eran reagierte und beschoss Djetu mit giftigen Pfeilen.
"Unsere Mutter bekommst du nicht!", schrien die Nymphe und der Zwerg zugleich. Djetu landete hart und bewegte sich nicht mehr. Senane war geschockt, ging auf ihn zu und berührte seinen Brustkorb:
"Er hat sich für die Unterwelt entschieden! Nun ist er auch ganz alleiniger Herrscher über sein Reich und niemand wird es ihm nehmen!"
Eran und Nyjeira sahen zu Senane und dem toten Körper, welcher vor ihnen lag.
"Ich möchte weder von Djetu in der Unterwelt versklavt, noch von dir zu sehr beschützt werden. Ich wähle die mittlere Ebene, die Erde."
So teilten sich die vier Götter diese Welt untereinander gerecht auf, bis auf Djetu Daltja ,der Feuerdämon, der sich mit seiner Habgier selbst zum Gott der Unterwelt ernannte.
Auszug aus der Schrift „ Die Anfänge unserer Welt“ aus der goldenen Bibliothek von Tyramar. _________________ Und wenn ein Mensch stirbt, dann stirbt mit ihm sein erster Schnee und sein erster Kuss und sein erster Kampf. All das nimmt er mit sich.
- Jewgeni Jewtuschenko |
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Lilla Buchstabe


Anmeldedatum: 12.11.2009 Beiträge: 11 Wohnort: Wien Umgebung
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Verfasst am: 08.01.2010, 14:32 Titel: |
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Kapitel 3
Eine Welt steht in Flammen
Die Sonne stand weit am Himmel und färbte sich dunkelrot, als das metallische Klirren der Rüstungen Harloc’s Worte unterstrich: „Ihr habt versagt! Wir müssen es jetzt zu Ende bringen, sonst ist es zu spät!“
Seine Berater sahen sich gegenseitig an. Der Baron der dunklen Grotte, einer sehr angesehenen Stadt der Unterwelt, trat vor und strich über seinen dunklen, geflochtenen Bart, der bis auf den Tisch reichte. „Eure Majestät, Ihr wisst hoffentlich, dass es nicht nur unsere Schuld ist. Wäre uns diese Kleine nicht in die Quere gekommen, dann…“, doch Harloc hatte genug von den Ausreden seiner Untergebenen und fiel ihm ins Wort. „Mir ist es egal was euch stört und was für Hindernisse ihr dafür überwinden müsst. Sie ist Mein, mein Friedensgeschenk und sollte sie sich wehren, so bedeutet das Krieg!“, sagte er mit einer derartigen Autorität das sogar der letzte Berater in der Ecke schluckte.
Es war Zeit. Jetzt begann ein neues Zeitalter, das wussten sie alle. Er würde sie entführen. Die Tochter der feindlichen Truppen, des feindlichen Königs, die Prinzessin der Lichtwesen und Urenkelin der Lichtgöttin Senane Sulight und niemand würde ihn mehr aufhalten.
Seit die Königin und er bei einem geheimen Treffen vereinbart hatten, dass er seine Jugendliebe und einzige Frau in seinem Leben bekommen würde, damit er sie nicht bekriegte, seitdem war es um seinen Verstand geschehen. Normalerweise sollte es für einen Dämon kein Problem sein, seine Gefühle im Zaum zu halten, denn außer Rachegelüsten und Aggressionen dürfte ein Schattenwesen kein Gefühlsempfinden haben. Harloc jedoch, war einer der wenigen, die Liebe empfinden konnten. Eine Stärke wie eine Schwäche. Aber nun war nicht die Zeit um über seinen Makel nachzudenken. Sobald er sie in die Hände bekam, war die Welt verloren.
Das Wort Dämon bedeutet nicht, dass er ein Geist war oder des jeder, der als Dämon geboren wurde, böse war. Es war nur eine Eigenschaft die vererbt wurde, ein Charakterzug, ein Vorurteil. Einzig die dunkle Aura war es, die vielen unheimlich, böse, erschien.
Harloc’s Vergangenheit war geprägt von Leid und Missverständnissen, Auschlüssen wegen seiner Abstammung und Rassismus, der die Schuldigen in den Tod trieb.
Er hatte sich doch nur gewehrt, war seine Entschuldigung, doch wenn man ihn heute fragte, wie viele Elfen er schon getötet hatte, so wüsste er nicht einmal ob es zehn, hundert oder tausende waren. Es war ihm gleichgültig. Denn für ihn zählte nur seine Religion, seine Rasse, seine Welt. Wer sich dagegen auflehnte, musste aus dem Weg geräumt werden. Er würde sie alle unterwerfen, das hatte er sich geschworen. Alle die an der Uni über ihn gelacht hatten, ihre Kinder, ihre Familien, ihre Städte. Jeden Tag betete er zu Djetu Daltja das er ihm mehr Kraft gab. Seine Religion soll die der Welt sein, egal wie viel Tribut es zollt, welche Opfer er bringen muss. Seine Frau und seine Tochter waren die ersten gewesen, aber es machte ihm nichts aus zu morden.
Vor ein paar Jahren fand man einen neuen Virus, eine neue Krankheit und die Völker schlugen sofort Alarm. Alles wurde unternommen, um sie zu einzusperren. Doch bevor ein wirksames Gegenmittel erfunden wurde, hatten sich schon viele infiziert. Viele Wissenschaftler saßen Tag und Nacht, andere trieb sie in den Wahnsinn und manche sind bei den Experimenten umgekommen. Eine solche Pest hatte die Welt damals noch nicht gesehen. Sie war hochansteckend. Sie verdrehte einem den Kopf und pflanzte Halluzinationen wo es nur konnte. Der Virus bohrte sich in den Körper und der brennende Schmerz wurde von Stunde zu Stunde größer. Nicht mehr als einen Tag brauchte er um einen gewöhnlichen Bauern zu töten. So nannte man sie die Feuerpest. Und diese Feuerpest hatte auch Harloc befallen. Sie hat ihn noch nicht getötet weil er soviel Macht besitzt das sie noch an seinen Reserven nagt, aber die Einbildungen und Trugbilder schafften es immer wieder in seinen Kopf. So hatte auch seine Frau einer Sekte beitreten müssen, die ihr schließlich das Leben nahm und seine Tochter durch seine eigene Klinge sterben müssen.
Und nun war er auf dem Weg eine der Letzten zu töten, die ihn aufhalten könnte.
Er war nicht mehr der, für den ihn alle hielten. Sicher, früher hatte er auch schon schlechte Eigenschaften gehabt. Dennoch tötete er keine Unschuldigen und schon gar keine Mitglieder seiner eigenen Familie. Aber die Halluzinationen wurden immer schlimmer. Er erkannte schon nicht mehr wer Freund und wer Feind war.
Der mit Reif bedeckte Boden knirschte unter seinen Füßen. Es war noch vor Tagesbeginn als sie aufbrachen, um Selina zu holen. Hauptmann Nodal rief die einzelnen Männer, die dafür ausgewählt wurden, rasch auf und jeder schloss sich der Truppe an. Kurz nachdem die jungen Dämonen und Schattenjäger angetreten waren, fuhren auch schon die schwarzen Schwingen aus ihren Körpern. Ein schauriges Schauspiel, das sich nicht oft bot, denn die meiste Zeit sahen sie aus wie gewöhnliche Elfen.
Die Erlaubnis zu fliegen, durfte nur vom Hauptmann oder Harloc höchstpersönlich erteilt werden. Wer sich nicht an die Regeln hielt, wurde verbrannt, gehängt oder auf eine andere grausige Weise um sein Leben gebracht.
Sie erhoben sich mit gemäßigtem Flügelschlag bis sie die Wolkendecke fast durchbrachen. „Hauptmann? Wo genau finden wir das Zielobjekt?“, fragte einer der jungen Männer. Nodal blickte um sich und wandte sich dem Sprechenden zu. „Da gibt es mehrere Möglichkeiten, aber die Wahrscheinlichste wird wohl Avana sein. Wie ihr wisst, ist die Stadt seit neuestem gut geschützt. Leicht wird es gewiss nicht werden, aber ihr kennt den Auftrag.“
Bis auf dieses Gespräch, gab es keine Kommunikation mehr bis sie landeten. Die Stadtmauern schienen endlos hoch zu sein.
Harloc gab ihnen ein Zeichen und sie schlichen los. Er selbst flog zu einem nahen Stützpunkt, von dem aus er die Mission bestens beobachten konnte.
Alles lief nach Plan, bis sie auf das Schoss zuhielten und sie plötzlich von Speeren und Pfeilen beschossen wurden. Fünf der zwanzig Männer wurden durch den Hagel getötet und drei verletzt. Der Rest eilte weiter in Richtung Tor.
„Dachtest du, du könntest sie so leicht haben? Dachtest du wirklich, wir wären so naiv, Harloc? Dann hast du dich gewaltig getäuscht!“, erklang es von allen Seiten. Die Flügel des Schlosses schwangen auf und eine Lawine von Soldaten überrannte die Dämonen schon fast. Ein paar schafften es, Schutzzauber zu murmeln, bevor man sie erstoch. Sieben waren zu langsam und erlagen den Schwertern der Soldaten. Schlag auf Schlag erfolgten die nächsten Minuten. Es wurde gekämpft, fair und unfair, mit Magie und mit Schwertern.
Harloc knirschte mit den Zähnen und zählte mit, wie viele seiner Männer schon gefallen waren.
Mehr als die Hälfte. Das hätte ich wissen müssen. Jetzt habe ich sie in den Tod getrieben.
Er leckte sich nervös über die Lippen. Harloc war nicht der Typ Dämon, dem das Kopfschmerzen bereiten würde, aber beim nächsten Mal sollte er mehr einsparen, dachte er, damit noch Leben überblieben, die er im Krieg in den Tod schicken konnte.
Die Lawine der feindlichen Soldaten wollte einfach nicht versiegen und er sah seine Niederlage ein.
„Rückzug aus dem feindlichen Gebiet, sofort!“, teilte er den anderen mit.
Gleichzeitig erhoben sich vier schwarzgeflügelte Wesen und machten sich auf den Weg zurück ins Hauptquartier, das in einem Felsen lag.
Geröll donnerte den Berg hinab. Immer mehr Schutt sprengte er aus den Felswänden. Seine Wut war kaum zu beschreiben, sein Zorn ungebändigt. Er jagte auf die Wand zu und trieb seine spitzen Krallen in den alten Fels. Der stechende Schmerz fuhr ihm in die Glieder und seine Hand pulsierte durch die Magie, die er wirkte, um sich selbst wieder zu befreien.
„Das hätte ich wissen müssen… Warum macht sie es mir so schwer? Will sie denn, dass ich ihr Volk auslösche? Ist sie wirklich so egoistisch?“, fragte er keuchend als er sich die blutverschmierte Hand abwischte. Schweißperlen standen ihm auf der Stirn und er sah zu Boden.
Nodal murmelte zustimmend und klemmte sich hinter das Schreibbrett, wo er Linien zog und die Namen derer durchstrich, die gefallen waren.
„Wir müssen aufpassen, dass noch genug Reserven für einen möglichen Krieg überbleiben, Majestät. Am heutigen Stand sieht es schlecht aus. Wir haben nur noch 50 Prozent kriegsfähige Männer. Der Rest ist in den letzten Attacken gestorben oder schwer verletzt worden. Wann habt ihr vor, den Krieg zu beginnen, Herr?“
Harloc hatte sich auf einen hölzernen Schemel gesetzt und seine Rüstung teilweise abgelegt. Ein blutgetränktes Tuch bedeckte die abgewetzte Stelle, an der die Knöcheln heraustraten. Er sah gedemütigt aus, am Ende seiner Kräfte und zum ersten Mal glänzte auch die Schwäche in seinen Augen.
„Das weiß ich noch nicht, aber es sind keine schönen Zahlen, die du mir hier vorlegst. Wir werden noch warten, was passiert, und erst angreifen, wenn wir unseren Verlust etwas ausgeglichen haben. Schick Boten in die Kampfakademien. Sie sollen die Abgänger auf den Krieg vorbereiten. Wir haben keine andere Wahl als zu kämpfen, Nodal!“, meinte Harloc und Nodal bildete sich ein, Zweifel in seinen Worten zu hören. Der Seufzer nach dem Befehl bestätigte ihm, dass es nicht gut um seinen Heerführer und Oberhaupt seines Volkes stand.
„Sehr wohl, Majestät!“, antwortete er und verbeugte sich. Harloc winkte ihm ab und er eilte aus dem Raum.
Als die dunkle, massive Holztür ins Schloss fiel, atmete Nodal tief durch. Die Wache vor der Tür salutierte ihm angemessen und er nickte. Dann machte er sich auf den Weg zu den Boten. Die Lichtstrahlen, die durch die einzelnen, großen Quarze an der Decke fielen, fluteten den Gang nur mäßig und immer wieder gab es stockdunkle Passagen, bis es beim nächsten wieder hell wurde. Nicht einmal nachts war es draußen dunkler, als in den Gefilden der Schattenwesen. So spendeten die Bergkristalle auch dann noch Licht, wenn die Sonne bereits untergegangen war.
Was sollten sie nur tun, dachte Nodal. Zugern nur würde er den Befehlen seines Herrn Folge leisten, aber er war nicht mehr ganz bei Sinnen. Jetzt einen Krieg zu beginnen wäre Selbstmord. Nie und nimmer würden sie soviele Krieger auftreiben können. Und sein Wahn nach diesem Engel würde sie einmal allen das Leben kosten. Aber niemand stand höher als er, somit kann ihn niemand zur Rechenschaft ziehen oder Fehler aufzeigen, obwohl er das jetzt so dringend bräuchte.
Nodal bog in den nächsten Gang zu seiner Linken. Helles Licht kam ihm entgegen und er musste kurz blinzeln bis sich seine Augen an die Helligkeit gewöhnt hatten. Nachdenklich stieg er die Stufen zu den Unterkünften der Boten hinab. Wind rüttelte an seiner weiß-roten Toga und er hielt sich festumschlossen, als er fröstelte.
Hätte ich die Rüstung doch nur nicht abgelegt.
Der Winter brach über das Land herein. Wer sich jetzt noch zu einem Krieg entschließen würde, der würde alle Männer in den Tod schicken.
Eine der Lehmhütten schwang auf und ein stämmiger, muskulöser Dämon trat auf ihn zu.
„Es ist mir eine Ehre, Nodal, dich in meinem bescheidenen Haus begrüßen zu dürfen!“, sagter er erfreut und umarmte den Hauptmann. „Schön dich zu sehen, Aran! Ich muss mit dir etwas besprechen!“
-„Sicher doch, setzen wir uns hinein!“ Beide verschwanden in der vergleichsmäßig kleinen Hütte.
Aran reichte ihm einen Teller mit gebratenem Straußenfleisch und einen mit aufgeschnittenen Früchten. Nodal nahm es dankbar an und griff nach einer Weintraube, die am Rand des Tellers rollte.
„Der Ernst der Lage verschlechtert sich immer mehr! Er wird uns alle ins Chaos stürzen. Jetzt gerade hat er befohlen, dass unsere Kinder in den Krieg geschickt werden. Die wissen ja nicht einmal, dass sie umsonst sterben werden! Derzeit haben wir gegen die Lichtwesen keine Chance. Wir müssen etwas unternehmen. Und auch wenn es für ihn unbewusst geschieht. Ich glaube, keiner will sich seinem Befehl widersetzen, deshalb müssen wir es anders lösen.“
Arans Blick verdunkelte sich immer mehr. „Dann müssen wir etwas unternehmen. Und das ganze nur, wegen diesem Engel? Warum das alles?“, fragte er angespannt.
Nodal zuckte mit den Schultern. „Er kennt sie schon seit vielen Jahrhunderten und angeblich, sagte er, sie waren einmal ein Paar, bis sie ohne ein Wort verschwand und nicht mehr kam. Es scheint ihn innerlich aufzufressen, dass er sie nicht besitzen kann. Das ist wohl das Los der Dämonen, die die Gabe haben, Liebe zu fühlen.“
Aran pflichtete ihm mit einem Nicken bei.
Damit war die Unterhaltung beendet. Jeder wusste, was zu tun war. Der Krieg würde kommen, das war ihnen allen klar, aber sie versuchten trotzdem, ihn so lang wie möglich hinauszuzögern.
Sonst waren sie jetzt schon verloren. Bevor die Schlacht noch begann. _________________ Und wenn ein Mensch stirbt, dann stirbt mit ihm sein erster Schnee und sein erster Kuss und sein erster Kampf. All das nimmt er mit sich.
- Jewgeni Jewtuschenko |
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Lilla Buchstabe


Anmeldedatum: 12.11.2009 Beiträge: 11 Wohnort: Wien Umgebung
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Verfasst am: 14.01.2010, 13:07 Titel: |
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Bevor ich alles doppelt rauflade, stelle ich hier den Link zu meiner Gallerie auf deviantart.com rein.
Dort sind bereits alle Kapitel oben inkl. das Aktuellste.
Shaiya-Story:
Lileyla93.deviantart.com/Shaiya-Story
Und dort wird auch alles zuerst aktualisiert, wenn ein neues Kapitel fertig ist. _________________ Und wenn ein Mensch stirbt, dann stirbt mit ihm sein erster Schnee und sein erster Kuss und sein erster Kampf. All das nimmt er mit sich.
- Jewgeni Jewtuschenko |
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